Ob sie wissen

22.03.2026
Ob sie wissen

Ob sie wissen, wie ihnen geschieht, ob sie das Ganze, das, was auf sie zukommt, wirklich begreifen. Nicht mal ich habe es getan und kann meine eigene Unwissenheit schwer ertragen. Ich bin dabei und doch weit weg. Sie hatten recht. Wir stehen erst an der Stelle, an der Stelle, wo exponentielles Wachstum seine Unvorstellbarkeit zeigt. Gestern waren wir noch informiert. Heute laufen wir schneller, strecken die Arme weiter aus, und eines Tages befördert es uns zurück in die Vergangenheit. Es ist schon bemerkenswert, was aktuell passiert: Krieg und KI, Aufbruch und Abgrund, die Welt als Fluch und Segen zugleich. Die Welt ist so unbegreifbar geworden, und die Menschen auf der Straße weiterhin versinken in eine kontrollierte Unwissenheit, die Freiheit aufgeben zugunsten der Sicherheit. Das Wissen hinter sich lassend, mit Folgen, die sie selbst noch nicht sehen. Aber wenn es soweit ist, wenn sie ersetzt werden, ziemlich bald wird es bereits zu spät sein. Sie wissen es noch nicht. Ich glaube nicht an eine Theorie, Untergang oder Segen. Ich glaube an eine kollektive Unwissenheit und Trennung derjenigen, die es bewusst oder unbewusst ignorieren, und denen, die es versuchen.

Denn wissend, es kann keiner mehr sein, wenn die Macht, die wir erschaffen, in Schrödingers Katzenbox zugleich tot und lebendig zu sein scheint und ein Öffnen nicht möglich ist. Wir beten sogar, dass die Katze lebt, wir sie eines Tages die Box öffnen und keine Mücke entstanden ist, sondern die Katze. Eine Katze bleibt zugleich gnadenloser Killer und domestiziert, kontrolliert genug. Die KI, ohne uns zu schaden, hat keinen praktischen Nutzen für uns, ist eigensinnig, scheint doch kontrolliert und manchmal schmusend auf unserem Schoß zu liegen. Wir geben die Kontrolle ab, weil keine Bildung stattfindet, weil es kein System gibt, das ihnen zeigt, was es gibt, was ihnen zeigt, was sie brauchen, nutzen und beherrschen können, weil sie es nicht lesen und lernen. Ein Kreislauf aus ewiger Mittelmäßigkeit entsteht. Sie wollen nur das Resultat: ihre Nutzen maximieren, um sich zu erhalten und den sicher geglaubten Rahmen zu erhalten.

Ab einem Punkt, der schon lange überschritten scheint, werden sie keine Wahl mehr haben. Sie werden abgedrängt, bleiben und den Fortschritt verpassen. Wenn sie es nicht lernen, hier im Land der Skepsis, müssen ihnen die existentielle Bedrohung durch KI vor Augen geführt werden, nicht den Weltuntergang, aber die Bedrohung, den eigenen Job zu verlieren und gleichzeitig eine Lösung angeboten werden. Es muss so einfach sein, dass die Massen es verstehen. Es muss ihnen vor Augen geführt werden. Die existentielle Bedrohung müssen sie verstehen, denn am Ende werden wir alle Menschen unserer selbst begleitet von KI, KI für KI, ein Werkzeug, um das eigene Leben zu erhalten, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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